E-Rechnung einrichten (XRechnung, ZUGFeRD)

Für: Administration Zuletzt geprüft: 01.10.2026

Ab 2027 bzw. 2028 müssen Rechnungen an Unternehmen als E-Rechnung hinausgehen. Behörden verlangen die XRechnung schon heute. SynCore sammelt dafür alle Angaben an einer Stelle und zeigt dir am Beleg, was noch fehlt.

Bevor du beginnst

SynCore erzeugt beide Formate: die XRechnung (reines XML, für Behörden) und das ZUGFeRD-PDF (sieht aus wie Deine Rechnung und enthält die E-Rechnung als XML, für Unternehmen).

Rechnungssteller eintragen

Öffne Belege → Einstellungen und wähle links unter E-Rechnung und GAEB den Punkt Rechnungssteller. Die Einstellungen ändern nur Mandanten-Admins.

  • Firma und Anschrift: So steht deine Firma als Verkäufer auf jeder Rechnung. Solange nichts gespeichert ist, sind Name, Anschrift und Kontakt aus den Mandanten-Stammdaten vorbelegt.
  • Steuer und Register: Mindestens die USt-IdNr. oder die Steuernummer, sonst ist die E-Rechnung ungültig.
  • Ansprechpartner: Name, Telefon und E-Mail einer Person, die Rückfragen beantwortet. In der XRechnung Pflicht.
  • Bankverbindung: IBAN, BIC und Kontoinhaber. Für Lastschrift zusätzlich die Gläubiger-ID.

SynCore prüft IBAN, BIC, USt-IdNr. und Gläubiger-ID beim Speichern. Stimmt eine Prüfziffer nicht, siehst du das direkt am Feld.

In Druckvorlagen nutzt du dieselben Werte als Platzhalter, zum Beispiel ${firma.iban} oder ${firma.ustIdNr}. So musst du die Bankverbindung nicht als festen Text in jede Vorlage schreiben.

Format und Pflichtangaben festlegen

Unter E-Rechnung stellst du ein:

  • welche Formate SynCore erzeugt (XRechnung, ZUGFeRD),
  • das Standardformat für Konten ohne eigene Angabe (vorgeschlagen: ZUGFeRD, das PDF kann jeder lesen, das XML liest die Buchhaltung des Empfängers),
  • welche Belegtypen als E-Rechnung hinausgehen (Rechnung, Gutschrift und ihre Stornos),
  • was bei fehlenden Pflichtangaben passiert: nur ein Hinweis am Beleg oder das Festschreiben wird gesperrt. Ab 2027 empfehlen wir die Sperre.

Steuersätze und Einheiten ergänzen

Die E-Rechnung braucht zu jedem Steuersatz eine Kategorie und zu jeder Einheit einen UN/ECE-Code.

  • Belege → Einstellungen → Steuersätze: Satz, Kategorie (S Standard, E steuerbefreit, AE Reverse Charge …) und bei 0 % den Befreiungsgrund, zum Beispiel „Steuerfrei nach § 4 Nr. 21 UStG“ für Bildungsleistungen.
  • Produkte → Einstellungen → Mengeneinheiten: den UN/ECE-Code je Einheit (Stück C62, Stunde HUR, Pauschal LS …). Gängige Schreibweisen wie „Std“, „St“ oder „m3“ erkennt SynCore auch ohne Eintrag.

Rechnungsformat am Konto

Im Konto-Dialog im Tab Rechnung wählst du das Rechnungsformat des Kunden. „Wie in den Belege-Einstellungen“ nimmt das Standardformat. Für Behörden wählst du XRechnung und trägst die Leitweg-ID ein, die dir die Behörde nennt. SynCore prüft ihren Aufbau und die Prüfziffer.

Neue Belege übernehmen Format und Leitweg-ID vom Konto. Folgebelege und Stornos erben sie vom Vorgänger.

Am Beleg prüfen

Gehört ein Beleg zu den eingestellten Belegtypen, zeigt der Kopf ein Badge mit dem Format, zum Beispiel XRechnung · 2 Angaben fehlen. Ein Klick öffnet Stammdaten bearbeiten im Reiter E-Rechnung. Dort stehen

  • die fehlenden Angaben mit einem Link zur Stelle, an der du sie behebst,
  • die Felder Rechnungsformat, Käuferreferenz, Bestellnummer des Kunden und der Leistungszeitraum.

Rechnungs- und Lieferanschrift, Zahlungsart und Bankverbindung des Belegs bearbeitest du im selben Dialog in den Reitern Anschriften und Zahlung. Du öffnest ihn auch über ⋮ → Stammdaten bearbeiten.

Screenshot folgt Dialog Stammdaten bearbeiten, Reiter E-Rechnung mit Befunden und Feldern

Fehlende Angaben mit Sprung zur Stelle, darunter die Felder am Beleg.

Ergebnis

Steht dort „Alle Pflichtangaben sind da“, ist der Beleg bereit für die E-Rechnung. Alle Exporte findest du im ⋮-Menü des Belegs unter Exportieren.

E-Rechnung erzeugen und versenden

  • Beim Festschreiben erzeugt SynCore die E-Rechnung im Format des Belegs einmal und legt sie ab. Diese Datei bleibt das Original, sie wird nie neu erzeugt.
  • Vor dem Festschreiben holst du über ⋮ → Exportieren → XRechnung (XML) oder ZUGFeRD-PDF eine Probe aus dem aktuellen Stand, zum Beispiel zum Prüfen. Der Dateiname endet dann auf _probe.
  • Per Mail hängt SynCore bei XRechnung das XML und das PDF an, bei ZUGFeRD das ZUGFeRD-PDF. Bei festgeschriebenen Belegen sind es die abgelegten Dateien.
  • Für ZUGFeRD braucht der Belegtyp eine Druckvorlage, denn ein ZUGFeRD ist zuerst ein lesbares PDF.
  • Rechnungsportale von Behörden (ZRE, OZG-RE): Lade dort die Datei aus ⋮ → Exportieren hoch.

Die Steuer rechnet SynCore je Steuersatz aus der Nettosumme, so wie es die E-Rechnung verlangt. Bei Belegen mit vielen Positionen kann die Steuer dadurch um einen Cent von der früheren Rechnung je Position abweichen.